Tag der Deutschen Einheit – #Einheitsbuddeln

Category

Best Live PR, Event

Status

Nominee, Winner

Award

white

Concept Summary

Jury Statement:
Ergo – here we go:
Vergleicht man den deutschen Nationalfeiertag mit ähnlichen Festlichkeiten unserer Nachbarländer, so fällt auf, dass die Opulenz und die dort selbstverständlich zur Schau getragene und inszenierte Leidenschaft, um Stufen, wenn nicht sogar Dimensionen intensiver ist, als die Dramaturgie einer diesbezüglich deutschen Festlichkeit. Es macht oft den Eindruck, dass die Verantwortlichen diese Art der Öffentlichkeit tendenziell am liebsten ganz verhindern würden. Als ob man zu scheu wäre. Als ob es peinlich wäre. Da dies jedoch, trotz aller Verschämtheit, nicht in aller Konsequenz möglich ist, einigt man sich dann in Richtung einer intellektuell überbordeten Veranstaltung oder stellt im Zweifelsfall mal wieder eine Bühne vor das Brandenburger Tor und hofft auf salbungsvolle Worte des Bundespräsidenten.
Das Einheitsbuddeln macht dies nun komplett anders. „Kurze Hose, Holzgewehr“ werden all die vorgenannten moralinsauren Avancen noch nicht einmal angedacht (so scheint es), sondern man geht in Richtung einer vollkommen anderen Art der Konzeption, Inszenierung und Kommunikation. Keine öffentlichen Stellen, dunkle Anzüge, Krawatten und ähnlich staatsmännische Rhetorik kommen auf einer Welle von Blasmusik angerollt, sondern Arbeitsschuhe, dreckverschmierte Klamotten, Spaten und Erde. Man setzt nicht nur ein symbolisches Zeichen, sondern man tut wirklich etwas – man pflanzt Bäume – revolutionär – tun anstatt lamentieren. Verschiedenste Initiativen werden zum „Einheitsbuddeln“ aufgerufen und aktiviert. Die Initiativen wiederum, tragen den Appell weiter. Keine PR, keine Presseagentur, sondern der Schwarm agiert und regiert bei diesem Event. Die sozialen Medien sorgen dafür, dass diese kollektive Vorgehensweise eine sagenhafte Aufmerksamkeit und eine spektakuläre Mediacoverage erhält, so dass sie es doch noch in die öffentlich/rechtlichen Medienformate schafft. Der Unterschied jedoch: Bottom->Up, anstatt Top->Down.
Danke dass ihr erst gar nicht versucht habt, den eigentlichen Festakt, dramaturgisch aufzubohren, sondern den Festakt habt Festakt sein lassen und Euer ganz eigenes Ding gemacht habt und hierdurch alles spießige, lähmende und altmodische weggelassen habt und ein junges, frisches und somit innovatives Flair in „unseren“ Tag gebracht habt. Cool – sexy – frech!

Roles
Kunde
Staatskanzlei Schleswig Holstein
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