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Christoph von Marschall

Diplomatischer Korrespondent der Chefredaktion, Der Tagesspiegel

13:30 – 14:00 Uhr
Wir verstehen die Welt nicht mehr. Zwei Jahre Donald Trump und die Folgen für Deutschland und Europa

Bühne: KEYNOTE LOUNGE 2
Format: Impulsvortrag
Track: Cultural Change

Als viertgrößte Wirtschaftsmacht der Erde verfügt Deutschland über enormen internationalen Einfluss. Doch wie verlässlich und fair ist die Außen- und Europapolitik des angeblichen Musterknaben wirklich? Was halten unsere Nachbarn und wichtigsten globalen Partner von uns? Christoph von Marschall untersucht, wie international handlungswillig die deutsche Politik tatsächlich ist, und kommt zu keinem erfreulichen Ergebnis.

Vita
Christoph von Marschall ist Diplomatischer Korrespondent der Chefredaktion des Berliner “Tagesspiegel”. 2017/18 lebte der promovierte Historiker als erster Helmut Schmidt Fellow der Zeit-Stiftung und des German Marshall Fund in Washington, hatte Zugang zu Donald Trumps Weißem Haus und schrieb ein Buch, welche Erwartungen die europäischen Nachbarn an Deutschland haben und was sich an der deutschen Außenpolitik angesichts der Umbrüche in den internationalen Beziehungen ändern muss: „Wir verstehen die Welt nicht mehr. Deutschlands Entfremdung von seinen Freunden“, Herder Verlag 2018.
Neben seiner Tätigkeit für den “Tagesspiegel” ist er Gast im ARD-Presseclub und der Phoenix-Runde. Er kommentiert im Deutschlandfunk und im WDR, ist stellvertretender Vorsitzender des Berliner Presse Club e.V. und Autor mehrerer Bücher.
Von 2005 bis 2013 war er USA-Korrespondent der Zeitung und seit Amtsantritt Barack Obamas 2009 einziger deutscher Zeitungskorrespondent im White House Press Corps. Zuvor hatte er sich einen Namen als Osteuropa-Experte gemacht. Während des Studiums der Osteuropäischen Geschichte, Alten Geschichte, Politikwissenschaften und Geografie in Freiburg, Mainz und Krakau arbeitete er für die „Badische Zeitung“, „Die Zeit“ und die „FAZ“. Nach der Promotion berichtete er 1989/90 für die „Süddeutsche Zeitung“ aus Ungarn über die Massenflucht der DDR-Bürger nach Westen sowie die Wende in Rumänien und Bulgarien. 1991 ging er zum “Tagesspiegel”, wo er die Reportageseite 3 verantwortete und von 1995 bis 2005 die Meinungsseite leitete. Er begleitete die Integration der mittelosteuropäischen Reformstaaten in EU und Nato und interviewte fast alle ihre Präsidenten.
2002 erhielt er den deutsch-amerikanischen Kommentarpreis, 2005 den Verdienstorden der Republik Polen, 2010 den Medienpreis der Steuben-Schurz-Gesellschaft für seine Bücher über Barack Obama, Michelle Obama und die Obama-Präsidentschaft.

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